Freizeitmusikanten

Freizeitmusikanten

Wieso zwei Musikvereine in einem Ort ?

Am 09.12.1973 traf sich eine Reihe von Musikern aus dem Musikverein Landscheid zur Vorbereitung des Familienabends im Vereinshaus. Hubert Föhr hat die Idee, in einer Egerländer-Besetzung zu spielen. Also wurden Mosch-Titel geprobt und am 26.12., dem Familienabend, im Saal Heinz aufgeführt. Gespielt wurden : Fuchsgraben-Polka, Rauschende Birken und Egerland-Heimatland. Bei dem letzten Titel musste Theo Kranz, der normalerweise Flügelhorn spielt, zur Tuba greifen. Damit war die Sache erst einmal wieder erledigt. Im Sommer 1974 wurde dann auf mehrfache Anregung von Zuhörern des Familienabends erneut eine Gruppe in Egerländerbesetzung zusammengestellt, die dann am 01.09.1974 ihren ersten Auftritt am Konzertsonntag des Musikvereines hatte. Im Oktober, also fast ein Jahr nach jenem Familienabend, wurde die regelmäßige Probenarbeit aufgenommen.

Die Anfangsbesetzung bestand aus:

Trompete: Paul Kohlhaas
Flügelhorn: Theo Kranz, Kurt Heinz, Raimund Fohler, Gustel Follmann
Klarinette: Hubert Föhr, Matthias Follmann, Hubert Ernst, Karl-Heinz Näckel
Tenorhorn: Robert Kranz, Walter Feltes, Horst Hendle
Posaune: Franz-Josef Esch, Stefan Monshausen
Tuba: Werner Kranz, Bruno Follmann
Horn: Edwin Teusch, Vera Kollay
Schlagzeug: Pit Kohlhaas, Gerhard Kranz

Am 11.07.1975 konnte man sich dann auch auf einen Namen für diese Musikergruppe einigen und man nannte sich fortan „Die Freizeitmusikanten“.

Waren die Auftritte im darauffolgenden Jahr noch recht gut zu zählen, kam es 1977 umso dicker. Rund 20 Auftritte galt es zu bewältigen. Aber auch der Spaß sollte nicht zu kurz kommen und so fuhr man vom 08.11.04.1977 zum Osterausflug nach Hornberg in den Schwarzwald

Im folgenden Jahr sollte es etwas ruhiger werden und man entschied sich, an der Fastnacht nicht aufzutreten. Am Ende waren es dann aber doch wieder fast 20 Auftritte. Vom 15.-21.07.1978 fand der, nach Aussage vieler Teilnehmer, schönste Ausflug der Freizeitmusikanten nach Schneverdingen in die Lüneburger Heide statt. Nach unbestätigten Angaben könnte man darüber eine eigene Chronik schreiben.

Im November kam es zu einem ersten Kontakt mit Peter Roufs. Dieser wohnte in Landscheid und war Plattenproduzent. Im Dezember traf man sich dann in Ehrang in einem Studio um die „Herz-Schmerz-Polka“ und „Tief im Böhmerwald“ aufzunehmen. Als der SW-Funk im Dezember 1979 eine Rundfunksendung über unsere Gegend zusammenstellte, durften die Freizeitmusikanten natürlich nicht fehlen. In den folgenden Jahren ging der Probenbesuch zurück, gleichzeitig hatte man aber immer noch sehr viele Auftritte. Im Dezember 1983 entschied man sich dann endgültig, die Freizeitmusikanten aufzulösen.