Ausbildung

Die Jugendausbildung im Musikverein Landscheid

Die Jugendausbildung hat lange Tradition beim Musikverein. Genau genommen besteht sie sogar länger als der Musikverein selbst, denn bereits ab 1960 wurden in Landscheid Jugendliche im größeren Rahmen an Instrumenten ausgebildet. Die Teilnahme am Kreisjugendmusiktag 1963 in Wittlich zeugt vom Erfolg dieses Vorhabens.

Im Oktober 1971 konnte Herr Kurt Gröber aus Trier für die Ausbildung am Holz gewonnen werden, Herr Günter Postler, ein Hornist des Theaters Trier, für die Ausbildung am Blech. Lange Jahre waren sie für die Jungmusiker verantwortlich, bis 1983 Harald Weingärtner die Jugendausbildung übernahm. Von Winter 1986 bis Frühjahr 1987 war kurzzeitig Norbert Schmitz mit der Ausbildung betraut, bevor diese ab dem Sommer vom folgenden Dirigenten Eugen Gratzer fortgeführt wurde. Seit 1993 kümmert sich unser heutiger Dirigent Dieter Fröhlich bis auf wenige Register um unseren Nachwuchs.

Um die Kinder und Jugendlichen auf die Möglichkeit einer musikalischen Ausbildung aufmerksam zu machen, besuchen der Dirigent und ein Vertreter des Musikvereins zu Beginn des Schuljahres die Grundschule und laden zu einem Schnupperabend im Vereinshaus ein. Dort können die Kinder alle Instrumente unter fachkundiger Anleitung ausprobieren und die Eltern sich bei Vorstand und Dirigent informieren. Diese Abende erfreuen sich großer Beliebtheit und so kommt es, dass jedes Jahr viele Nachwuchsmusiker eine Ausbildung beginnen.

Einen schönen Einstieg in das gemeinsame Musizieren im Orchester bietet das Jugendorchester. Die Auftritte an vielen Kreisjugendmusiktagen, seit diese 1963 ins Leben gerufen worden sind, beweisen den Erfolg unseres Nachwuchses. Dieter Fröhlich betreute zunächst auch das Jugendorchester, bevor im Herbst 1997 mit Thomas Weber ein Nachwuchsdirigent diese Gruppe übernahm.

Im Jahr 2000 entschloss man sich, mit den Musikfreunden aus Hupperath, Minderlittgen und Bergweiler ein gemeinsames Jugendorchester zu gründen, sodass ein richtig großes Orchester mit guter Besetzung quer durch alle Register entstand. Nach den Dirigenten Stefan Wagner aus Bergweiler und Thomas Lehnen aus Altrich hat im Herbst 2004 Harrie Boers aus den Niederlanden die Leitung übernommen. Vom Erfolg konnte man sich bei unserem Jahreskonzert im März überzeugen, ebenso davon, dass die Jugendlichen mit viel Spaß bei der Sache sind. In dieser Hinsicht spricht auch die Stärke der Truppe von ca. 35 Musikerinnen und Musikern für sich.

Sobald sich die Auszubildenden in das Instrument hineingefunden und im Jugendorchester ein wenig Erfahrung gesammelt haben, steht einer Aufnahme in den „großen“ Musikverein nichts mehr im Wege.

Während der Ausbildung, die meist aus einer 20minütigen Einheit pro Woche mit dem Lehrer sowie täglichem Üben zu Hause besteht, lernen die Jugendlichen natürlich zunächst einmal den Ansatz, also wie man überhaupt einen Ton mit dem Instrument erzeugt. Dann werden nach und nach die Griffe erlernt, auch theoretisches Hintergrundwissen wie Notenlehre oder Taktarten und Rhythmus kommen nicht zu kurz. Finden sich genügend Schülerinnen und Schüler mit einem gewissen Leistungsstand zusammen, besteht die Möglichkeit, einen D1- oder gegebenenfalls einen D2-Lehrgang in Landscheid abzuhalten. Diese Lehrgänge beinhalten einen theoretischen und einen praktischen Teil, bei dem die Teilnehmer ihr Können unter Beweis stellen. Oft werden diese Lehrgänge auch mit befreundeten, benachbarten Vereinen gemeinsam organisiert.

In den letzten Jahren fiel den Auszubildenden oft eine tragende Rolle im Showteil unseres Konzertes zu: sie waren die Hauptdarsteller!!!

Unvergessen auch der rasante Auftritt des Nachwuchses, als sie das Rennen aus Starlight Express nachstellten und auf Rollschuhen durch die Halle sausten.

Viel Freude haben auch die Darsteller des Circus bei ihrem Auftritt im Jahr 2003 gehabt.

Die jährliche Weihnachtsfeier des Jugendorchesters, zu der auch alle Jugendlichen in Ausbildung eingeladen werden, trägt außerdem zur Kameradschaft untereinander bei und bereitet den Teilnehmenden sichtlich Spaß. :